Wie ist der See von Robertville entstanden
Es ist der 7. April 1925, sieben Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Der Vertrag von Versailles tritt die Ostkantone an Belgien ab. Der Baron Hermann Baltia, Hochkommissar des Königs, wird Gouverneur der sogenannten Ostkantone und mit kolonialen Vollmachten ausgestattet, d.h. er konnte wie der Gouverneur einer Kolonie, welche direkt dem Vaterland unterstellt ist, agieren. Der Baron erlässt ein Dekret wonach er drei Staudämme an der Warche bauen lässt: Zunächst Bütgenbach und Robertville; und weiter flussabwärts Malmedy, welcher jedoch niemals realisiert wird.
Das Ziel für Robertville: die Produktion von Elektrizität zu sichern. Dank einer verstärkten teils unterirdischen Wasserleitung wird das Wasserkraftwerk in Bevercé ausreichend versorgt.
Die Stromgesellschaft von Malmedy SERMA später ESMA, ESMALUX, INTEREST und schließlich ELECTRABEL erhält die Konzession für das Kraftwerk für 75 Jahre... also bis 31. Dezember 2000. Es wurde der Gesellschaft erlaubt, notfalls Enteignungen durchzuführen, um den Stausee anzulegen.
Die Arbeiten beginnen 1926 und der letzte Stein wird im Juli 1929 in die Staumauer einzementiert. Der neue See lockt schnell viele Besucher an, wie man anhand der zu der Zeit entstandenen Fotografien sehen kann.
1973 vermietet die Gesellschaft ESMALUX die Grundstücke an den heutigen Tourismusverband und erlaubt die Bewirtschaftung des Sees nach den gegeben Möglichkeiten.
Im Laufe der Zeit und der Umstrukturierungen der verschiedenen Stromgesellschaften wird Electrabel eine Tochtergesellschaft des französischen Konzerns SUEZ. Die Originalrechte von Electrabel werden für weitere 54 Jahre verlängert und am 15.November 1999 wird dem Tourismusverband von Robertville erneut die touristische Nutzung des Sees vertraglich zugesichert.
Die Verwaltung des Sees von Robertville
Die Rechte des Tourismusverbandes von Robertville können wie folgt zusammengefasst werden: Eine Gesellschaft (VoE) bewirtschaftet die gesamte Fläche des Sees, reglementiert das Ufer und Wegenetz rund um den See, erlaubt eine genau definierte Bade,- Ruder- und Angelverordnung, darf Gebühren erheben, ist für die Sauberkeit im und um den See verantwortlich, kurz:. Der Tourismusverband kann den See wie ein Eigentümer bewirtschaften.
Dagegen verbietet ELECTRABEL strengstens Motorboote, die durch Brennstoffe angetrieben werden. Das Schwimmen außerhalb der Begrenzung des Freibades ist seit dem 4.Mai 1959 durch ein Gemeindegesetz verboten worden.
Photos: Le Cabinet d'Amateur- Christophe Allard
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Der Strand von Robertville ist eine touristische Attraktion, die den Gästen einen Badestrand in freier Natur b...
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